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Thema Besenreiser entfernen - Massnahmen: Lasern oder veröden. Vorteile, Nachteile und Kosten.

Trendige kurze Röcke, freche Shorts – Frau zeigt einfach gerne Bein. Aber auch immer mehr Männer achten darauf, ihre Beine in schönster Form zu präsentieren.

Angaben der AACS (American Academy of Cosmetic Surgery) zufolge stand die Verödung von Besenreisern 2007 bereits auf Platz 2 der am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen in den USA.

Was sind Besenreiser?

Besenreiser zeigen sich vor allem an den Ober- aber auch Unterschenkeln der Betroffenen in Form von feinen rötlichen bzw. bläulichen Venen-Verästelungen direkt unter der Hautoberfläche. Diese an Reisig (Zweige) erinnernden zarten Äderchen entstehen durch tiefer liegende undichte Venenklappen oder bei Venenerkrankungen wie z.B. Krampfadern. Aufgrund des laufenden Drucks geht die Elastizität der Äderchen verloren, was eine Erweiterung dieser Gefäße bedeutet. Eine allgemeine – meist angeborene - Bindegewebsschwäche unterstützt noch dazu das Hervortreten der kleinen rot-blauen Teufelchen. Vor allem Übergewicht, fettreiche Ernährung, Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss und Hormonschwankungen können zu Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen führen, die wiederum die Entstehung von Besenreisern fördern. Wenngleich Besenreiser weder Beschwerden hervorrufen noch als gesundheitsgefährdend angesehen werden können, bedeuten sie doch eine Störung des ästhetischen Hautbildes.

Gründe für den Eingriff & Ziel der Behandlung

Um das Hautbild an den Beinen zu verbessern, müssen die kleinen, auf heller Haut ganz besonders auffälligen rotbläulichen Äderchen verödet werden. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die jedoch allesamt ohne Narkose und ohne großes Risiko durchgeführt werden können.

Verschiedene Behandlungsmethoden

Die Verödung der Besenreiser kann entweder mittels Laser (z.B. Farbstoff-Laser), Radiowellen, Strom (Elektrokauterisation) oder einer Blitzlampe (IPL) durchgeführt werden. Besonders wirkungsvoll ist jedoch die Verödung mittels Sklerotherapie bzw. Mikro-Sklerotherapie. Bei dieser Art der Verödung wird mittels einer feinen Nadel in die jeweiligen Zentren der Gefäßverästelungen ein Wirkstoff injiziert, der eine Entzündung der Gefäßwände auslöst. Das Blut in den betroffenen Äderchen gerinnt, wird vom Körper zersetzt und absorbiert. Die Gefäßwände zerfallen und verkleben. Druckverbände (Kompressionstupfer) werden auf den jeweiligen Einstichstellen fixiert und am Folgetag das geronnene Blut herausgedrückt.

Wie man sich für die Verödungstherapie vorbereitet

Zur Erzielung eines optimalen Behandlungsergebnisses kann der Patient einiges beitragen. Da Bluthochdruck und Durchblutungsprobleme die Bildung von Besenreisern forcieren, wird empfohlen, etwa 4 Wochen vor Behandlungsbeginn auf das Rauchen und Alkohol zu verzichten sowie sich mit fetthaltiger Ernährung zurück zu halten. Frauen, deren Besenreiser eventuell von der Einnahme von Hormonpräparaten (z.B. Anti-Baby-Pille) herrühren, sollten - nach Rücksprache mit ihrem Arzt - diese absetzen bzw. durch andere Präparate ersetzen. Ein paar Tage vor der ersten Behandlung sollte man zur Venenentlastung rund um die Uhr Kompressionsstrümpfe tragen. Bettlägerige Personen, Schwangere, Menschen mit Infekten, Durchblutungsstörungen und einer Unverträglichkeit gegenüber des Sklerosierungsmittels sollten übrigens von einer Behandlung Abstand nehmen. Die in einer Schwangerschaft erscheinenden Besenreiser verschwinden meist von selbst wieder.

Medizinische Vorsorge & Behandlung

Bevor man sich die Besenreiser entfernen lässt, muss der Arzt sorgfältig die Ursache für deren Auftreten mittels Ultraschall oder Thermografie ermitteln. Handelt es sich z.B. um tiefer liegende Krampfadern oder eine chronische venöse Insuffizienz, so nutzt eine einfache Verödung nichts. Auch bei Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen als mögliche Auslöser für Besenreiser wäre zuerst die Ursache zu bekämpfen, bevor man kosmetische Korrekturen vornehmen lässt. Bei falscher Behandlung besteht sogar die Gefahr der Verstärkung von Krampfadern oder gar die Entwicklung von inneren Thrombosen.  Falls durchblutungsfördernde Medikamente die Ursache für die Bildung der Besenreiser sind, ist gemeinsam mit dem Arzt abzuwägen, ob eine Absetzung dieser Medikamente hinsichtlich der Erhaltung der Gesundheit – die eindeutig Vorrang haben sollte – überhaupt sinnvoll sein kann. Auch wenn andere Gefäßerkrankungen ein ähnliches Erscheinungsbild wie die Besenreiser aufzeigen, muss differenziert behandelt werden. Die Einnahme von venenkräftigenden Medikamenten bis zum Abschluss der Behandlung kann sich ebenso positiv auf das Ergebnis auswirken.

Bei der Mikro-Sklerotherapie wird mikrofeiner Schaum in die einzelnen Gefäßverästelungen gespritzt. Mittels Ultraschall wird der Eingriff genau verfolgt. Die Behandlung dauert zwischen 15 und 30 Minuten.  Da jedes einzelne Äderchen gesondert behandelt wird, sind je nach Häufigkeit der Besenreiser meist mehrere Sitzungen nötig.  Der Eingriff wird ambulant durchgeführt, ist normalerweise mit keinerlei Schmerzen verbunden und es ist keine Narkose notwendig.

Sollte vor der Verödung der Besenreiser eine Durchtrennung von Verbindungsvenen nötig sein, so wird dies übrigens mit örtlicher Betäubung durchgeführt.

Medizinische & eigene Nachsorge

Vor und nach der Behandlung sollten venenunterstützende Kompressionsstrümpfe getragen werden. Bewegung wie z.B. Jogging, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen und gezielte Venengymnastik trägt zur Stärkung der Beine bei und sollte ab etwa 1 Woche nach der Behandlung gestartet werden. Vermeiden sollte man langes Stehen und Sitzen sowie – vor allem in den ersten 1,5 Monaten - venenbelastende Sportarten wie Volleyball, Fußball, Squash, etc. Besonders gut tut den Venen das Hochlagern der Beine. Verzichten sollte man allerdings in den nächsten Wochen auf große Hitze wie z.B. in der Sauna oder starke Sonneneinstrahlung (auch Solarium) sowie heiße Bäder. Auch Gewebemassagen mittels Bürsten wirken sich in der ersten Zeit nicht gut auf die frisch behandelten Beine aus.

Mögliche Komplikationen & Kosten

Komplikationen sind bei der Behandlung von Besenreisern extrem rar. Das Auftreten von Blutergüssen und Blutgerinnseln erübrigt sich nach ein paar Wochen von selbst. Weiße Pünktchen nach der Behandlung auf der Haut sind nicht erkennbar und das allgemeine Thromboserisiko wird durch das Tragen der Stützstrümpfe minimiert. Die Behandlung führt man am besten beim Arzt seines Vertrauens durch, am schlausten jedoch an einer Fachklinik oder einem qualifizierten Plastischen Chirurgen.

Die Kosten sind je nach Ausprägung (Fläche, Häufigkeit, Intensität) der Besenreiser verschieden hoch. Man muss mit etwa einer Ausgabe von € 100 bis € 130 pro Sitzung rechnen.

Fazit

Im Vergleich zu anderen Schönheitsoperationen ist der Eingriff zur Verödung der Besenreiser ein relativ harmloses, den Körper kaum belastendes und relativ kostengünstiges Unterfangen.

 

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