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Die Bruststraffung: Preis, Methoden, Behandlung und Risiken

Immer mehr Frauen sind mit dem eigenen Körper unzufrieden. Dies bezieht sich aber nicht immer – wie vielleicht vermutet – auf die eher typischen Problemzonen wie Po und Hüften, sondern sehr oft auch auf DAS Zeichen der Weiblichkeit, die Brust.

Traurig aber wahr, ab dem 30. Lebensjahr kommt es anlagebedingt zu einer Erschlaffung der Haut, wobei das Drüsengewebe der weiblichen Brust besonders betroffen ist. Die jugendliche Festigkeit des Busens geht verloren und eine mehr oder weniger stark ausgebildete Hängebrust ist die Folge.

Was versteht man unter Bruststraffung?

Eine operative Bruststraffung ermöglicht es, die hängende Brust wieder in Form zu bringen und den eigenen Wünschen und Vorstellungen anzupassen. Sehr oft kommt es vor, dass eine Bruststraffung im Rahmen einer Brustverkleinerung mitoperiert wird. Ziel der Bruststraffung ist es, dem Busen eine straffe und „aufrechte“ Form zu verleihen. Das bedeutet, dass bei einem solchen Eingriff nur die Form des Busens verändert wird, nicht aber die Größe. Hierbei wird der erschlaffte, überschüssige Hautanteil entfernt, das Gewebe gestrafft und die Position der Brust korrigiert. Verlorenes Volumen kann unter Umständen mithilfe eines Brustimplantates ersetzt werden.

Gründe für den Eingriff

Im Laufe eines Lebens unterliegt auch die Brust gewissen Veränderungsprozessen, über welche Frauen nicht immer glücklich sind. Solche Veränderungen sind jedoch ganz normal. Neben natürlichen Alterungsprozessen können auch Faktoren wie z.B. Schwangerschaft, Gewichtsreduktion, schwaches Bindegewebe oder Erbfaktoren das Aussehen des Busens beeinflussen. Für die Betroffenen stellen solche Veränderungen sehr oft enorme seelische Belastungen dar - vor allem dann, wenn diese bereits in  jugendlichem Alter auftreten. Sehr oft wird ein hängender Busen mit Verlust von Attraktivität und Weiblichkeit gleichgesetzt.  Viele Frauen erhoffen sich durch die Bruststraffung einen Gewinn an Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Wunder sind jedoch auch hier nicht möglich. Dem ästhetischen Erfolg wird durch die Beschaffenheit von Haut und Brustgewebe Grenzen gesetzt, so wird z.B. eine 55-jährige Frau nach dem Eingriff nicht den Busen einer 20-jährigen haben.

Methoden

Die Wahl der Methode zur Straffung der Brust trifft der behandelnde Chirurg - wobei sich diese nach der Beschaffenheit der Brust orientiert. Der Sitz der Brustwarzen, der Aufbau des Bindegewebes und die ursprüngliche Form des Busens spielen hierbei natürlich eine entscheidende Rolle. Es werden drei verschiedene Verfahren unterschieden:

Bruststraffung ohne Volumenveränderung: Hierbei wird lediglich ein Lifting der Haut vollzogen.
Bruststraffung mit Volumenverkleinerung: Zusätzliches Brustgewebe wird entfernt, damit der Busen ein besseres und strafferes Aussehen erhält.
Bruststraffung mit Volumenvergrößerung: Implantate oder Eigengewebe kommen hier zum Einsatz. Eigengewebe wird aus Regionen des Körpers mit hohem Fettanteil entnommen, Kunstimplantate sind aus verschiedenen Materialien verfügbar und werden individuell eingesetzt.

Wie verläuft die Behandlung?

Eine Operation zur Bruststraffung darf nur bei einer „ausgewachsenen“ Brust vorgenommen werden, d.h. die Patientin sollte ihr Wachstum bereits abgeschlossen haben. Auch Frauen mit baldigem Kinderwunsch sollten einen solchen Eingriff noch einmal ernsthaft überdenken, da das kosmetische Ergebnis durch Schwangerschaft und Stillen beeinflusst werden kann. Dasselbe gilt für Personen, welche eine Gewichtsreduktion planen.

Bevor der Eingriff vorgenommen werden kann, stehen einige Untersuchungen an. Der behandelnde Arzt muss eine OP- und Narkosetauglichkeit feststellen. Auch die individuelle Krankengeschichte der Betroffenen ist entscheidend für die Patientenbeurteilung. Der Arzt muss über alle akuten und chronischen Erkrankungen, Unfälle und Medikamenteneinnahmen informiert sein.

Worauf sollte vor dem Eingriff geachtet werden?

Blutverdünnende Medikamente (z.B. Aspirin®) dürfen 10 bis 14 Tage vor der OP nicht eingenommen werden. Benötigt die Patientin regelmäßig Medikamente, dürfen diese nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden. Zum Zeitpunkt des Eingriffs sollte die betroffene Person an keiner Infektion, wie z.B. fieberhafte Erkältung, leiden. Es wird geraten, Alkohol- und Nikotingenuss ca. 4 Wochen vor der Brust-OP einzustellen. Auch Impfungen sollten kurz vor der OP nicht mehr durchgeführt werden.

Beim direkten Eingriff wird darauf geachtet, dass möglichst kleine, kaum sichtbare Narben zurückbleiben. Leidet die Patientin an stark hängenden Brüsten ist die Entfernung von viel Haut notwendig, was wiederum längere Schnitte erfordert. Der Erschlaffungsgrad und die Brustgröße entscheiden über die jeweilige Schnittführung. Die am häufigsten eingesetzten Techniken sind die klassische Mastoxepie und die periareöläre Mastopexie. In der Regel wird die Operation im Krankenhaus unter Allgemeinnarkose durchgeführt, wobei ein Klinikaufenthalt von 1 bis 3 Tagen eingerechnet werden sollte.

Die klassische Mastopexie wird hauptsächlich bei größeren, stark erschlafften Brüsten durchgeführt. Der Schnitt verläuft ankerförmig um die Brustwarze herum, führt dann senkrecht nach unten und endet schließlich horizontal in der Unterbrustfalte. Das erschlaffte Haut- und Brustgewebe wird entnommen, die Brust angehoben und die Brustwarze neu positioniert.
Kleine, leicht hängende Brüste werden mittels der periareölären Mastopexie gestrafft. Dies ist eine schnittarme Technik, bei welcher der Chirurg oval um die Brustwarze herum schneidet. Die erschlaffte Haut wird herausgeschnitten und die geliftete Haut wieder an der Brustwarze angenäht.

Welche Komplikationen können auftreten?

Da grundsätzlich keine Operation ohne ein bestimmtes Risiko abläuft, besteht natürlich auch bei einer Bruststraffung ein gewisses Risiko. Während der Operation kann es zu stärkeren Blutungen kommen, die in den seltensten Fällen eine Bluttransfusion notwendig machen. Ebenfalls in seltenen Fällen können Druckschäden an Nerven und Weichteilen entstehen, welche sich in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurückbilden.

Nach der Operation können z.B. folgende Komplikationen auftreten:

Nachblutungen: Diese treten eher selten auf, sind aber an mehreren Tagen nach der Operation möglich und bilden sich in der Regel innerhalb weniger Wochen von selbst wieder zurück.
Schwellungen im Operationsgebiet: Treten insbesondere in den ersten drei Tagen nach der Operation auf.
Blutergüsse: Kommen ebenfalls sehr selten vor und bilden sich im Normalfall innerhalb weniger Wochen selbständig wieder zurück.
Taubheitsgefühl: Kann sich durch Schädigung von Hautnerven einstellen, jedoch kommt es innerhalb von einigen Monaten zur vollständigen Wiederherstellung der Hautempfindung.
Infektionen der Wunde: Führen zu einer Verzögerung der Wundheilung und können eine Ausbildung von Abszessen verursachen.

Kosten

Bei der Bruststraffung handelt es sich um einen rein ästhetischen Eingriff, daher besteht die Gefahr, dass sich die Krankenkassen nicht an den Kosten beteiligen. Hierüber kann jedoch keine allgemein gültige Aussage getroffen werden. Auch lässt es sich nicht pauschal sagen, wie teuer eine Bruststraffung ist, dies hängt auch vom Umfang der OP ab. In Deutschland kann der Eingriff ca. zwischen € 4.000 und 7.000 kosten. Jedoch sei auch in den Raum gestellt, dass ein Arzt vorrangig nach seiner Qualifikation und nicht nach seinen Preisen ausgewählt werden sollte.

 

Die Bruststraffung


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