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Brustvergrößerung - Kosten, Erfahrungen und Methoden in der plastischen ChirurgieFür viele Frauen spielen Form und Größe der Brust eine wichtige Rolle für das eigene Körperempfinden und nicht zuletzt auch für das Selbstbewusstsein.Da die Natur jedoch nicht jede Dame der Schöpfung mit einer wohlgeformten Oberweite beglückt hat, wird des Öfteren mit Hilfe der Schönheitschirurgie – sprich einer Brustvergrößerung – nachgeholfen. Eine ästhetische Brustvergrößerung verleiht dem Körper ein attraktives Erscheinungsbild und verhilft Frauen, die ihre Brüste als zu klein empfinden, zu neuer Lebensqualität. Zudem wirkt sich die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper auch sehr oft positiv auf das Sexualleben aus. Die operative BrustvergrößerungDie Brust stellt ein wichtiges weibliches Geschlechtsmerkmal dar und gilt als Inbegriff der Weiblichkeit. Brustvergrößerungen gehören zu den am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen. Wird eine als zu klein empfundene Brust vergrößert, so geschieht das im Regelfall durch den Einsatz eines kissenartigen Implantates, welches vollständig oder anteilsweise aus Silikon besteht. Schon seit mehr als 30 Jahren werden Silikonimplantate verwendet, um den Busen zu vergrößern oder wieder aufzubauen. Was geschieht bei einer Brustvergrößerung?Eine Brustvergrößerung wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Hierbei ist es die Aufgabe des Chirurgen, nicht nur eine Vergrößerung des Busens zu erzielen, sondern auch eine ansprechende und natürlich wirkende Formgebung zu erreichen. Ist die Brust in sich straff, wird die Haut entweder direkt unterhalb der Brust in der Umschlagfalte, am Brustwarzenrand oder in der Achselhöhle eingeschnitten. Danach wird eine Aussackung vor oder hinter dem Brustmuskel präpariert - dort wird dann das Implantat eingesetzt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, körpereigenes Gewebe einzuführen, welches z.B. aus dem unteren Bauchbereich stammt. Manchmal ist die Einsetzung von eigenem Gewebe völlig ausreichend. Die ImplantateSeit 2001 dürfen innerhalb der EU nur Implantate (Silikon oder Kochsalz) mit europäischem Qualitäts-Gütesiegel verwendet werden. Diese Silikonimplantate bestehen aus mehrwandigen Hüllen und enthalten kohäsives Silikon-Gel. Von der Konsistenz her sind diese mit Weingummi vergleichbar und es besteht keine Gefahr, sollten diese Implantate z.B. durch einen Unfall kaputtgehen. Des Weiteren kommen bei Brustvergrößerungen auch mit Kochsalz gefüllte Implantate zum Einsatz. Diese fühlen sich aber weniger natürlich an und können Falten werfen. Geht ein solches Kissen unfall- oder verletzungsbedingt kaputt, nimmt der Körper das Kochsalz auf. Für den Organismus stellt dies allerdings keine Gefahr dar, schließlich ist Kochsalz eine physiologische Lösung. BehandlungsablaufIn den Wochen vor dem Eingriff sollte wegen der Wundheilungsbeeinträchtigung auf das Rauchen verzichtet werden. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist unbedingt zu empfehlen, vor allem, wenn blutverdünnende Arzneimittel (z.B. Marcumar® oder Aspirin®) eingenommen werden. Der tatsächliche Eingriff wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Das Mindestalter hierfür beträgt 21 Jahre. Die Dauer der Operation beträgt ca. 1 bis 2 Stunden, ein stationärer Aufenthalt von 1 bis 2 Tagen ist einzurechnen. Duschen ist ca. 48 Stunden nach der Operation wieder gestattet, mit der Ausübung von Sport sollte jedoch 6 Wochen gewartet werden. Ist eine starke Gewichtsreduktion oder eine Schwangerschaft geplant, muss dies dem behandelnden Arzt im Vorfeld mitgeteilt werden, da dies das Ergebnis der Brustvergrößerung beeinflussen kann. Die OperationBei einer Brustvergrößerungsoperation können grundsätzlich die Implantate über verschiedene Schnittvarianten in den Körper eingeführt werden. Am häufigsten wird der Schnitt jedoch in die Brustumschlagsfalte gesetzt. Dabei wird ein ca. 4 Zentimeter langer Schnitt in der Hautfalte unter der Brust durchgeführt und das Implantat dann in einer dort modellierten Tasche eingesetzt. Ist das Narbenverhalten gut, verschwindet die daraus entstandene Narbe in der Brustfalte und ist somit unauffällig. Gefühlsechtheit und Stillfähigkeit bleiben in der Regel erhalten. Wird der Schnitt im Bereich des Brustwarzenhofs gesetzt, muss zwischen infraareolär und transareolär unterschieden werden. Die infraareoläre Technik bedeutet, dass der Chirurg einen halbrunden Schnitt am unteren Teil des Brustwarzenhofs setzt, ein transareolärer Schnitt verläuft quer über den Warzenhof. Grundsätzlich sind Schnittführungen im nahen Umfeld der Brustwarze immer mit der Gefahr verbunden, das Drüsengewebe und Milchgänge zu verletzen. Diese Methode wird meist bei Frauen mit großen Warzenhöfen angewandt. Für kleine Implantate eignet sich der Zugang über die Achselhöhle. Was sollte nach der Operation beachtet werden?Körperliche Belastungen, welche sich negativ auf die Heilung auswirken könnten, sollten von der Patientin für mindestens sechs Wochen unterlassen werden. Besondere Vorsicht gilt auch für Armbewegungen, d.h. beim Hochheben von Gegenständen oder beim Reiten. Damit es nicht zu Pigmentstörungen an den Narben kommt, sollte in den ersten Monaten nach der Operation der Aufenthalt in der prallen Sonne gemieden werden. Je nach Operationsart ist das Tragen eines speziellen Büstenhalters oder sanftes Massieren der Brust sinnvoll. Unbedingt eingehalten werden sollten die Termine der Nachuntersuchung, um mögliche Probleme erkennen zu können. Risiken und NebenwirkungenIn den ersten Wochen nach der Operation können Beschwerden wie z.B. erhöhte oder verringerte Sensibilität oder Spannungszustände vorkommen, welche im Normalfall von selbst wieder verschwinden. Durch das Versetzen der Brustwarze kann es zu Gefühlsstörungen kommen, auch allergische Reaktionen verschiedener Ausprägung – vor allem auf das verwendete Material – sind möglich. Bei Durchtrennung von Nerven besteht die Gefahr eines vorübergehenden oder dauerhaften Taubheitsgefühls. Da grundsätzlich jede Operation mit einem bestimmten Risiko verbunden ist, besteht natürlich auch bei einer Brustvergrößerung die Gefahr von schwerwiegenden Blutungen bzw. Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen und überschießender Narbenbildung. Das Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs wird laut Studien durch Silikon nicht erhöht, auch eine Schwangerschaft und die Stillzeit verlaufen in der Regel ohne Probleme. KostenBrustvergrößerungen gelten als kosmetische Eingriffe, welche in der Regel von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt werden dürfen. Liegt eine medizinische Begründung vor, z.B. nach Brustamputation wegen Krebs oder physischen Problemen sind Ausnahmen möglich. Die Kosten für eine Brustvergrößerung liegen im Bereich von 3.500 Euro bis 6.000 Euro (dies gilt für deutsche Fachkliniken). Im Ausland kursieren um die Hälfte günstigere Angebote, hiervor wird von deutschen Fachgesellschaften allerdings abgeraten. |
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